Hose mit aufgesetzten Taschen und knöpfbarem Saumdetail zur Anprobe vorbereiten #F07

Wie ich eine Jeanshose mit Saumdetail zur Anprobe vorbereite, erkläre ich euch in der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Auch bei einer Hose nach Maß ist eine Anprobe vor dem Fertigstellen unbedingt zu empfehlen. Selbst beim Maßschneider werden die Kunden zur Anprobe bestellt, bevor sie später ihr fertiges Kleidungsstück abholen können. In unseren Schnittmustern sind bewusst breitere Nahteinschläge enthalten, über die ihr bei Bedarf regulieren könnt. Wichtig ist, dass der Bund zur Anprobe der Hose angenäht wird. Nur so bekommt die Hose an der oberen Kante die nötige Stabilität und weitet sich bei der Anprobe nicht aus. Da die Hose nach der Anprobe wieder auseinandergenommen wird, nähe ich die Teile mit einem großen Maschinenstich zusammen. Ihr könnt die Nähte auch mit der Hand heften, was vor allem bei empfindlichen Stoffen zu empfehlen ist. Ich wünsche euch viel Spaß und gutes Gelingen!

Schnittteile aus Oberstoff:

  • Hinterhose (HH) – 1 Paar
  • Vorderhose (VH)– 1 Paar
  • Bund (B) – 1 Paar
  • Saum (S) – 1 Paar

Schnittteile aus Einlage:

  • Bund (EB) – 1 Paar

Schnittmusterteile aus Papier:

  • Bund (B)
  • Schablone für die vordere Taschenposition (P-TAVP)
  • Schablone für die hintere Taschenposition (P-TAHP)

Werkzeuge und Hilfsmittel:

  • Reißverschluss
  • Stecknadeln oder Clips
  • Handarbeitsschere
  • Kreide oder Markierstift
  • Lineal
  • ggf. Heftfaden und Nähnadel
  • Sicherheitsnadel

2. Sattelnaht bügeln und Gesäßnaht schließen

 

Sattelnaht bügeln.
Sattelnaht bügeln.

Ich bügle die Nahtzugaben der Sattelnaht nach unten, da ich die Naht später auf der Hinterhose übersteppen möchte. Wenn ihr später auf dem Sattel  übersteppen möchtet, bügelt sie nach oben.

 

Hinterhosenteile aufeinander legen.
Hinterhosenteile aufeinander legen.

Jetzt kann die Gesäßnaht verbunden werden. Dazu lege ich die beiden Hinterhosenteile rechts auf rechts aufeinander und stecke sie zusammen. Ich achte darauf, dass die Sattelnähte genau aufeinandertreffen.

 

Gesäßnaht heften.
Gesäßnaht heften.

Die Gesäßnaht wird nun geheftet – entweder mit einem langen Stich eurer Nähmaschine oder von Hand. Die Breite der Nahtzugabe erkennt ihr an den Knipsen oder könnt sie im Schnittmuster nachmessen.

Der Vorteil beim Heften mit der Hand ist, dass die Naht sich schneller auftrennen lässt und Nadeleinstiche danach meist nicht zu sehen sind. Es erfordert allerdings etwas Übung, um den Nahtverlauf genau einzuhalten. Eine Heftnaht mit langem Maschinenstich ist stabiler und daher vor allem bei enganliegenden Hosen zu empfehlen.

3. Hintere Taschenposition für die Anprobe markieren

 

Bei der Anprobe ist es sinnvoll, auch die Position der Taschen zu prüfen, da sie Optik der Hose natürlich beeinflussen. Gefällt euch die Position bei der Anprobe nicht, könnt ihr sie nach eurem Geschmack ändern.

 

Nahtzugaben zu einer Seite legen.
Nahtzugaben zu einer Seite legen.

Ich lege die Nahtzugabe der Gesäßnaht zu der Seite, auf der ich später übersteppen möchte, in meinem Beispiel auf der linken Hinterhose. Die Hose lege ich dann so vor mich hin, dass sie mit der rechten Seite nach oben zeigt.

 

Position der hinteren Hosentaschen markieren.
Position der hinteren Hosentaschen markieren.

Die Schablone für die hintere Taschenposition lege ich so auf die linke Hinterhose. dass sie an der Sattel- und der Gesäßnaht anliegt. Dann markiere ich die Taschenform mit Kreidestrichen. Bei Bedarf könnt ihr den Verlauf auch mit einem Heftfaden nachstechen.

 

Position der hinteren Hosentaschen markieren.
Position der hinteren Hosentaschen markieren.

Auf dem rechten Hosenteil verfahre ich genauso, lege die Schablone jedoch gespiegelt und mit 8 mm Abstand von der Gesäßnaht an. Da ich auf der linken Hinterhose später die Doppelsteppung mit einem Nahtabstand von 2+6 mm mache haben die Taschen dann optisch den gleichen Abstand zu den Steppnähten.

 

Markierte hintere Hosentaschen.
Markierte hintere Hosentaschen.

Hier seht ihr nochmal die Hinterhose mit den markierten Taschen. Im Moment wirkt es leicht asymmetrisch, weil die Gesäßnaht noch nicht abgesteppt ist. Lasst euch davon nicht irritieren.

4. Vordere Taschenposition für die Anprobe markieren

 

Position der vorderen Hosentaschen markieren.
Position der vorderen Hosentaschen markieren.

Die beiden vorderen Hosenteile lege ich mit der rechten Seite nach oben vor mich hin, um auch darauf die Taschenposition zu markieren.

 

Position der vorderen Hosentaschen markieren.
Position der vorderen Hosentaschen markieren.

Ich lege die Schablone jeweils an der seitlichen und der oberen Schnittkante der Hose an und markiere die Taschenposition auf beiden Teilen.

 

Markierte vordere Hosentaschen.
Markierte vordere Hosentaschen.

So sieht es aus, wenn die Markierung auf beiden vorderen Hosenteilen angebracht ist. Auch hier könnt ihr die Markierung ggf. mit einem Heftfaden nachstechen.

5. Vordere Mitte und Reißverschluss heften

 

Vordere Mitte markieren.
Vordere Mitte markieren.

Ich zeichne den Verlauf der vorderen Mitte von der oberen Kante beginnend parallel zur vorderen Kante bis zum Schlitzende an. Den Abstand könnt ihr im Schnittmuster nachmessen oder erkennt ihn am oberen Knips. In der Schrittkurve beträgt die Nahtbreite 10 mm.

 

Schlitzende markieren.
Schlitzende markieren.

Dann lege ich die Vorderteile rechts auf rechts bündig aufeinander und markiere das Schlitzende.

 

Vordere Mitte stecken.
Vordere Mitte stecken.

Die vordere Kante und die Schrittkurve stecke ich dann bündig zusammen…

 

Schrittkurve nähen.
Schrittkurve heften.

… und hefte die Schrittnaht bis zum Schlitzende zusammen.

 

Nahtzugaben nach innen falten.
Nahtzugaben nach innen falten.

Dann lege ich die Hose mit der rechten Seite nach oben vor mich hin und falte die Nahtzugaben an der markierten vorderen Mitte nach innen.

 

Nahtzugaben feststecken.
Nahtzugaben feststecken.

Die Bruchkanten stoßen genau gegeneinander. Am oberen Ende stecke ich die Nahtzugaben fest.

 

Reißverschluss heften.
Reißverschluss heften.

Dann hefte ich den Reißverschluss in der vorderen Mitte unter die Bruchkanten. Das Reißverschlussende sollte mindestens 1,2 cm Abstand zur Oberkante haben und die Mitte des Reißverschlusses liegt unter der Bruchkante.

 

Reißverschluss heften.
Reißverschluss heften.

Auch die zweite Reißverschlussseite hefte ich auf der ganzen Länge fest. Ihr könnt auch den Reißverschluss auch feststecken und anschließend mit einem langen Maschinenstich festheften, was insbesondere bei enganliegenden Hosen zu empfehlen ist.

 

Der fertig geheftete Reißverschluss.
Der fertig geheftete Reißverschluss.

So sieht die Vorderhose mit eingeheftetem Reißverschluss aus.

6. Saumansatz markieren

Saumansatz markieren.
Saumansatz markieren.

 

Bevor ich die Beinnähte verbinde, zeichne an jedem Hosenbein an Vorder- und Hinterhose einen Abstand von 5 cm parallel zur unteren Schnittkante ein. An dieser Linie legt ihr nach dem Schließen der Beinnähte die obere Schnittkante des Saums an und heftet ihn fest.

Der Abstand von 5 cm setzt sich so zusammen:

  • 3 cm Nahtzugabe an der Unterkante der Hosenbeine
  • je 1 cm Nahtzugabe an der oberen und unteren Kante des Saumansatzes

So liegt die untere Schnittkante des Saumansatzes genau auf der späteren fertigen Hosenlänge.

Die 3 cm Nahtzugabe am Hosenbein dienen als Längenreserve. Stellt ihr bei der Anprobe fest, dass die Hose zu kurz ist, könnt ihr diese Reserve zum Verlängern nutzen.

Benötigt ihr keine Längenanpassung, schneidet ihr die Nahtzugabe am Hosenbein nach der Anprobe um 2 cm zurück. Es bleibt 1 cm Nahtzugabe zum endgültigen Annähen des Saumansatzes stehen.

7. Beinnähte schließen

 

Seitennähte stecken.
Seitennähte stecken.

Jetzt werden die Beinnähte geschlossen. Ich die Vorderhose rechts auf rechts auf die Hinterhose und stecke sie zunächst an einer Seitennaht zusammen. Dabei achte ich darauf, dass alle Knipse aufeinandertreffen.

Beachtet auch, wie breit die Nahtzugaben sein sollen. Das könnt ihr im Schnittmuster nachmessen oder erkennt es an dem Abstand, den die Knipse am Nahtbeginn bzw. -ende bis zur Stoffkante haben. Sollten keine Knipse vorhanden sein, gilt die Standard-Nahtbreite von 10 mm.

 

Innere Beinnaht stecken.
Innere Beinnaht stecken.

Bei der inneren Beinnaht beginne ich an der Stelle, wo Gesäß- und Schrittnaht zusammentreffen. Achtet darauf, dass diese genau aufeinandertreffen.

 

Innere Beinnaht stecken.
Innere Beinnaht stecken.

Dann beginne ich am Saum damit, die innere Beinnaht bis zum Knips in Kniehöhe zu stecken.

 

Hinterhose im oberen Teil der inneren Beinnaht dehnen.
Hinterhose im oberen Teil der inneren Beinnaht dehnen.

Vom Knie bis zur Kreuznaht, also der Stelle, wo Gesäß- und Schrittnaht aufeinandertreffen, muss die Hinterhose etwas gedehnt werden, um genau so lang zu sein, wie die Vorderhose.

Diese Differenz ist für eine bessere Passform ins Schnittmuster eingearbeitet.

 

Innere Beinnaht und Seitennähte sind gesteckt.
Innere Beinnaht und Seitennähte sind gesteckt.

Sofern noch nicht erledigt, muss jetzt noch die zweite Seitennaht gesteckt werden.

 

Nähte heften.
Nähte heften.

Dann werden die äußeren und inneren Beinnähte ebenfalls mit einem großen Maschinenstich oder einer von Hand genähten Heftnaht verbunden.

Anschließend kann die Hose zur Außenseite gewendet werden.

8. Saum annähen

 

Markierungen im Saumteil.
Markierungen im Saumteil.

An den Saumteilen sind an der Oberkante seitlich jeweils 2 Knipse zu finden. An den äußeren wird später die Kante für den Schlitz umgeschlagen. Die inneren Knipse markieren die Position, wo die Teile aufeinandertreffen, wenn das Saumteil zu einem Ring geschlossen wird.

 

Saumteile zum Ring legen und Schlitzposition am Hosenbein markieren.
Saumteile zum Ring legen und Schlitzposition am Hosenbein markieren.

Die Saumteile habe ich hier spiegelbildlich so zu einem Ring gelegt, dass die inneren Knipsmarkierungen aufeinandertreffen. An den Hosenbeinen markiere ich spiegelbildlich die Position, an der die Schlitzmitte in etwa sein soll, so dass ich auch davon während der Anprobe schon einen Eindruck bekomme. Ihr könnt die Schlitzmitte z. B. an der vorderen oder hinteren Mitte oder an der Seitennaht positionieren.

 

Aufeinandertreffende Markierungen.
Aufeinandertreffende Markierungen.

Für die Anprobe wird der Saumansatz offenkantig und bündig an den 5 cm von der Schnittkante entfernten Markierungen an den Hosenbeinen befestigt.

 

Aufeinandertreffende Markierungen.
Aufeinandertreffende Markierungen.

Zum Anheften des Saumteils an die Hosenbeine verwende ich mein Ärmelbrett, über das ich das Hosenbein ziehe.

 

Saumteil an das Hosenbein heften.
Saumteil an das Hosenbein heften.

So kann ich das Saumteil ringsum an den Markierungen anlegen und festheften. Um zu vermeiden, dass ihr in das Ärmelbrett stecht, könnt ihr ein Lineal oder ähnliches unter der Naht platzieren.

 

Ein Saumteil ist geheftet.
Ein Saumteil ist geheftet.

So sieht es aus, wenn ein Saumteil an ein Hosenbein geheftet ist.

 

Zweites Saumteil spiegelbildlich heften.
Zweites Saumteil spiegelbildlich heften.

Am zweiten Hosenbein wiederhole ich die Schritte spiegelbildlich.

 

Zweites Saumteil spiegelbildlich heften.
Zweites Saumteil spiegelbildlich heften.

Hier seht ihr schon, dass am zweiten Hosenbein die andere Seite des Saumteils am Schlitz oben liegen wird.

 

Beide Saumteile sind an die Hosenbeine geheftet.
Beide Saumteile sind an die Hosenbeine geheftet.

Auch das zweite Saumteil hefte ich dann rundum an das Hosenbein.

9. Bund vorbereiten

 

Für die Anprobe ist es wichtig, auch den Bund an die Hose zu nähen. Besonders bei einem geformten Bund würde die Hose ohne diesen viel zu weit erscheinen. Außerdem wäre es schwer einzuschätzen, ob die Hose bei der Anprobe in der richtigen Höhe sitzt.

 

Einlage aufbügeln und Bundoberkante stecken.
Einlage aufbügeln und Bundoberkante stecken.

Bevor der Bund an die Hose genäht werden kann, muss ich ihn vorbereiten. An dieser Stelle greife ich dem Arbeitsschritt für die Bundverarbeitung vor.

Ich lege einen der Bundstreifen mit der linken Stoffseite nach oben vor mich hin und bügle die Einlage auf. Das wird später der äußere Bundstreifen.

Die Einlage habe ich hier aus zwei Teilen geschnitten, da die Breite meist nicht für einen Zuschnitt im Bruch ausreicht. An der hinteren Mitte überlappen die Teile dann etwas.

Beachtet die Herstellerangaben zu Temperatur und Dauer, mit welchen die Einlage aufgebügelt werden soll.

 

Bundoberkante stecken und nähen.
Bundoberkante stecken und nähen.

Ich lege die Bundstreifen rechts auf rechts aufeinander und stecke sie an der Oberkante zusammen. Die Oberkante ist bei einem Formbund kürzer, als die untere Kante. Ihr könnt sie auch an den abgeschrägten Ecken an den schmalen Enden erkennen.

Da diese Naht an der Oberkante nicht mehr komplett aufgetrennt wird, nähe ich sie mit 1 cm Nahtbreite und normaler Stichlänge zusammen. Ich beginne und ende bei ca. 1,5 cm Abstand zu den Längskanten. Nahtanfang und -ende verriegle ich nicht, da ich später – je nachdem, wie die Ecken gearbeitet werden – nochmal ein kurzes Stück auftrennen muss.

 

Bundoberkante bügeln.
Bundoberkante bügeln.

Die Nahtzugaben werden auseinander gebügelt.

Dann klappe ich den Innenbund links auf links auf den fixierten Außenbund und bügle die Naht flach. Dabei achte ich drauf, dass sie oben ganz leicht nach innen liegt und nicht zur Außenseite schiebt.

 

Knipse übertragen/kontrollieren

 

Markierungen übertragen.
Markierungen übertragen.

Wenn ihr es nicht schon beim Zuschnitt gemacht habt, müsst ihr nun die Knipse für die hintere Mitte, die Seitennaht und die vordere Mitte auf die Bundaußenseite übertragen. Das ist auch eine gute Gelegenheit, zu überprüfen, ob der Bund noch die gleiche Länge hat, wie das Schnittmusterteil.

Durch das Aufbügeln der Einlage und die Verarbeitung kann der Bundstreifen sich etwas dehnen oder zusammenziehen. Daher solltet ihr, wenn ihr die Knipse schon beim Zuschnitt übertragen habt, an dieser Stelle nochmal die Position kontrollieren.

 

Dehntest bei Formbund.
Dehntest bei Formbund.

Bei einem Formbund prüfe ich zusätzlich, ob die Naht im vorderen Bereich, in dem der Stoff im schrägen Fadenlauf liegt, noch dehnbar ist.

10. Bund zur Anprobe an die Hose heften

 

Markierungen für die vordere Mitte.
Markierungen für die vordere Mitte.

Ich lege den Bund zunächst so über die Hose, wie er angesetzt wird.

Der vordere Knips an der Unterkante des Bundes gibt auf beiden Seiten die Position der vorderen Mitte an. Lasst euch von den überstehenden Bundenden nicht irritieren – darauf gehe ich später noch ein.

 

Markierung an der vorderen Mitte anlegen.
Markierung an der vorderen Mitte anlegen.

Nun stecke ich den Bund mit den offenen Schnittkanten ringsum an die Oberkante der Hose, beginnend in der vorderen Mitte.

 

Bund an die Hose stecken.
Bund an die Hose stecken.

Achtet darauf, dass die Knipse an vordere Mitte, Seitennähten und hinterer Mitte auf die entsprechenden Nähte treffen.

 

Der Bund ist rundum an die Hose gesteckt.
Der Bund ist rundum an die Hose gesteckt.

Die Stoffweite zwischen den Markierungen verteile ich gleichmäßig, wobei der Bund im Verhältnis zur Hose eher stramm ist.

 

Bund festheften.
Bund festheften.

Den Bund nähe ich nun mit 1 cm Nahtbreite an die Hose. Dazu verwende ich wieder einen langen Maschinenstich oder hefte von Hand.

 

Die Hose ist bereit zur Anprobe.
Die Hose ist bereit zur Anprobe.

Jetzt ist eure Hose bereit zur Anprobe!

 

Die vordere Mitte trifft genau aufeinander.
Die vordere Mitte trifft genau aufeinander.

Achtet bei der Anprobe darauf, dass die Markierungen für die vordere Mitte genau aufeinandertreffen, und schließt die Hose mit einer Sicherheitsnadel.

 

Zur Anprobe vorbereitete Hose - Vorderansicht.
Zur Anprobe vorbereitete Hose – Vorderansicht.

Hier seht ihr die zur Anprobe vorbereitete Hose nochmal von vorne…

 

Zur Anprobe vorbereitete Hose - Rückansicht.
Zur Anprobe vorbereitete Hose – Rückansicht.

und von hinten.

11. Anprobe der Hose

Anprobe der Hose - Perspektiven
Anprobe der Hose - Perspektiven

Um einen Eindruck zu erhalten, wie die Hose sitzt, empfehle ich euch, Fotos zu machen, die mindestens die drei Perspektiven im Bild oben umfassen. Die Fotos solltet ihr möglichst gerade – also nicht schräg von oben oder unten – aufnehmen.

 

Hier noch ein paar Hinweise, was ihr bei der Anprobe beachten solltet:

  • Je enger ihr die Passform gewählt habt und je weniger dehnbar euer Stoff ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass die Hose an der Beinrückseite einige Falten wirft. Das liegt daran, dass die Hose an der Rückseite eine “Mehrlänge” hat, die ihr benötigt, damit ihr euch bequem hinsetzen könnt.
  • Auf Fotos sehen Falten manchmal schlimmer aus, als sie es tatsächlich sind. Werft auf jeden Fall auch nochmal einen Blick in den Spiegel um zu sehen, wie es wirklich aussieht.

Wenn ihr trotzdem Probleme mit der Passform habt, schickt mir gerne eine E-Mail mit Bildern der angezogenen Hose (s. o.). Dann kann ich euch ggf. noch ein paar Tipps zu Anpassungen geben. Das geht an dieser Stelle viel besser, als zu einem späteren Zeitpunkt.

12. Optionen zur Bundanpassung

smartPATTERN Nähanleitung zum Vorbereiten einer Jeanshose-zur Anprobe - Nahtzugabe an Bund und Seitennaht zur Weitenkorrektur nutzen
Nahtzugabe an Bund und Seitennaht zur Weitenkorrektur nutzen

Solltet ihr während der Anprobe feststellen, dass der Bund zu eng ist, könnt ihr die Nahtzugabe an der Seitennaht auslassen.

Wenn ihr im Kapitel zur Bundverarbeitung angekommen seid, könnt ihr dann folgendes berücksichtigen: Die Zugabe an der linken vorderen Seite, die ansonsten weggeschnitten würde, könnt ihr für die Erweiterung nutzen. Die Knipse an der Bundunterkante werden dann auch entsprechend verschoben.

Schnittkante an linker Bundkante anzeichnen
Schnittkante an linker Bundkante anzeichnen

Wenn die Bundweite passt, markiert an der linken vorderen Mitte 1 cm Nahtbreite und schneidet den überstehenden Bundstreifen ab.

Das Bild zeigt den überstehenden Bund, mit der fixierten Aussenseite
Die fixierte Bundseite liegt außen.

Achtet vor dem Abschneiden darauf, dass die fixierte Außenseite des Bundes auch wirklich außen liegt.

Das Bild zeigt den abgetrennten Bundstreifen.
Der Bund wird abgetrennt.

Den Bund trenne ich nun von der Hose.

Das Bild zeigt, wie der Bund rechts auf rechts gebügelt wird.
Der Bund wird wieder flach gebügelt.

Dann lege ich ihn rechts auf rechts zusammen und bügle ihn wieder flach.

Das Bild zeigt, wie der Bund ein Stück aufgetrennt wird.
Der Bund wird an der linken Seite aufgetrennt.

An der gekürzten Übertrittseite trenne ich den Bund für die spätere Eckenverarbeitung ca. 1,5 cm auf.

Wenn ihr bei der Anleitung zur Bundverarbeitung ankommt, könnt ihr sofort bei Schritt 4 beginnen.

Falls bei eurer Hose weitere Anpassungen nötig sind, übertragt diese auf euer Schnittmuster und berücksichtigt sie bei der weiteren Verarbeitung. Ich trenne die Probehose nun wieder auseinander und mache bei Punkt 4 der Anleitung zum Schließen der Gesäßnaht weiter.

Hier findet ihr den Link zum nächsten Arbeitsschritt. Wählt den Link, der zu der von euch gewählten Taschenform gehört.

Falls ihr noch gar nicht so weit seid und vielleicht ganz vorn anfangen wollt, findet ihr hier noch einige Links: